Naumann-Museum

Beschreibung

Bauer – Künstler – Wissenschaftler: Johann Friedrich Naumann (1780 – 1857)

Das Naumann-Museum befindet sich seit 1835 im Ferdinandbau des Köthener Schlosses. Der Hauptteil der Daueraustellung ist Johann Friedrich Naumann gewidmet, der als Begründer der modernen Ornithologie gilt. Herausragend ist die seit dem frühen 19. Jahrhundert (Biedermeierstil) nahezu unverändert erhaltene Vogelsammlung, die ca. 1.300 Präparate umfasst und in 113 originalen Vitrinen untergebracht ist. Diese Sammlung – von J. F. Naumann eigenhändig präpariert und arrangiert, bildet das Fundament seines wissenschaftlichen und künstlerischen Schaffens, welches in der 13-bändigen „Naturgeschichte der Vögel Deutschlands …“ (1820-1844/ 1860) gipfelt. Besonders hervorzuheben ist dabei sein künstlerischer Nachlass, der Naumann als einen der bedeutendsten Naturmaler des 19. Jahrhunderts kennzeichnet. Bereits die Zeichnungen des 10-jährigen lassen das künstlerische Talent, das später meisterhafte Aquarelle von Vögeln, Pflanzen, Landschaften und Porträts, die er auch eigenhändig in Kupferstiche umsetzte, erkennen. Auch die im Original erhaltene Bibliothek und seine wissenschaftliche und persönliche Korrespondenz lassen Naumann als einen der letzten Universalgelehrten hervortreten. Ergänzt wird das Bild des Menschen und Naturforschers Johann Friedrich Naumann durch persönliche Gegenstände, wie Jagd- und Fanggeräte, Zeichenwerkzeuge, Kleidung und Familienporträts.

Im Naumann-Museum Köthen befindet sich damit ein weltweit einmaliges Gesamtwerk eines Naturwissenschaftlers das noch am Originalstandort existiert – seit 2015 eingetragen als „National wertvolles Kulturerbe“ der Bundesrepublik Deutschland.

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